Die Hansestadt[1] Lüneburg ist mit ca. 72.000 Einwohnern die drittgrößte Mittelstadt im Land Niedersachsen, etwa 50 km südöstlich von Hamburg und gehört zur Metropolregion Hamburg. Sie liegt am Rande der nach ihr benannten Lüneburger Heide am Flüsschen Ilmenau. Sie hat den Status einer Großen selbständigen Stadt, ist Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises und nordostniedersächsisches Oberzentrum. In der Statistik der größten Städte Deutschlands ist Lüneburg momentan auf dem 120. Platz
Die ersten Zeugnisse menschlicher Anwesenheit im Raum Lüneburg datieren in die Zeit der Neandertaler. Es handelt sich um 56 Faustkeile, gefunden zu Beginn der 1990er Jahre beim Bau der Autobahn zwischen Ochtmissen und Bardowick. Sie sind etwa 150.000 Jahre alt.
Bei dem Ochtmisser Fundplatz handelt sich vermutlich um ein neandertalzeitliches Jagdlager, wo die frühen Menschen ihre Jagdbeute zerteilten. Von einer durchgehenden Besiedlung des späteren Stadtgebietes jedoch konnte damals noch keine Rede sein; jahrtausendelange Kaltzeiten verhinderten dies.
Das erste archäologische Zeugnis einer sesshaften Bauernkultur wurde nicht weit von dem eingangs genannten Fundplatz entfernt in der Ilmenau zwischen Lüne und Bardowick entdeckt. Es handelt sich um eine Axt, die aufgrund ihrer Form als „Schuhleistenkeil“ bezeichnet wird. Sie datiert in das 6. Jahrtausend v. Chr. Geburt und gelangte bereits im 19. Jahrhundert in die Lüneburger Museumssammlung.
Seit der Bronzezeit trägt der Lüneburger Zeltberg eine ganze Reihe der vor- und frühgeschichtlichen Bestattungsplätze, welche die im Gebiet der heutigen Stadt Lüneburg ansässigen Menschen anlegten. Einer der ältesten Funde von dort ist ein sogenanntes „Aunjetitzer Randleistenbeil“. Es stammt aus der Zeit um 1900 v. Chr. Geburt.
Auch aus dem Stadtgebiet selbst stammen eine Reihe eisenzeitlicher Urnenfunde, die bereits im 18. Jahrhundert erwähnt werden. Diese Funde jedoch sind – ebenso wie jene vom Lüneburger Kalkberg – in die Privatsammlungen einiger Gelehrter des 18. Jahrhunderts gelangt und – bis auf wenige Ausnahmen – mit ihnen untergegangen.
Unbedingt erwähnenswert in diesem Zusammenhang sind die langobardischen Urnengräberfelder vom Lüneburger Zeltberg und Oedeme aus den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt. Auch im frühen Mittelalter existieren eine Reihe von Fundplätzen auf dem Gebiet der späteren Stadt, so beispielsweise auf dem Gebiet der alten Ortschaft Modestorpe unweit der Johanniskirche, dem Lambertiplatz nahe der Saline und im ehemaligen Wasserviertel.
(Text aus Wikipedia)